


| Grunddaten zur Situation in den Projektländern |
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![]() Quellen: UNFPA/T.A. Obaid (Hg.): Urbanisierung als Chance - Das Potential wachsender Städte nutzen, New York/Hannover 2007, Anhang; Bruttonationaleinkommen pro Kopf aus: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung: DSW-Datenreport - Soziale und demographische Daten zur Weltbevölkerung, Hannover 2007, S. 6ff. Die Daten der ersten Publikation stammen von verschiedenen UN-Sonderorganisationen, die der zweiten grundlegend ebenfalls, sind aber direkt vom «International Programs Center des U.S. Census Bureau» übernommen und zum Teil etwas revidiert. Anmerkungen 1) Einzelne Daten von Nepal sind nicht untereinander kohärent, und es gibt Divergenzen in der Abfolge verschie- dener Indikatoren zu den «Nachbarländern» der Tabelle. Die Geburtenzahl pro Frau und der Anteil der Geburten mit ausgebildeten Personal dürften in der Quelle zu niedrig angegeben sein. Nepal wurde in der Abfolge der Länder nach dem allgemeinen Entwicklungsstand des Landes platziert, insbesondere nach dem Bruttonational- einkommen pro Kopf sowie den Geburtenzahlen pro Frau in den vergangenen Jahren. 2) Demographisch handelt es sich um die «Gesamtfruchtbarkeitsrate». 3) = Veränderung der Differenz von Geburten und Sterbefällen pro 1000 Einwohner gegenüber dem Vorjahr - ohne Berücksichtigung von Zu- und Abwanderungen. Dass Länder mit unterschiedlicher Geburtenzahl gleiche Raten des Bevölkerungswachstums haben können, ist die Folge von Unterschieden bei der Sterblichkeit bzw. Lebens- erwartung. Ist die Kindersterblichkeit hoch, wird das Bevölkerungswachstum dadurch gemindert. Dies erklärt das hohe Bevölkerungswachstum von Benin im Verhältnis zu Burkina Faso und - für den Fall einer tatsächlich höheren Geburtenzahl in Nepal - auch das höhere Bevölkerungswachstum in Paraguay. 4) Die Jahre der Verdoppelung der Bevölkerung implizieren, dass die Zahl der Lebendgeburten pro Frau in den nächsten 20-25 Jahren nicht wesentlich sinkt und die Lebenserwartung weder stärker steigt noch abnimmt. Falls die Zahl der Geburten pro Frau jedoch stärker abnehmen sollte, würde die Zahl der Jahre bis zu einer Verdoppe- lung der Bevölkerung zunehmen. Umgekehrt würde sich die Zahl der Jahre bis zu einer Verdoppelung der Bevöl- kerung verringern, falls die Lebenserwartung steigen würde, ohne dass die Geburtenzahl pro Frau entsprechend sinkt. 5) Außer in Deutschland handelt es sich zu einem großen Teil nur um Geburtshelfer/innen mit geringen Hilfs- möglichkeiten, ansonsten um ausgebildete Hebammen und nur zu einem geringen Teil um Ärzt/innen in Krankenhäusern. 6) Dieser Indikator ist in den meisten Entwicklungsländern nur schwer zu ermitteln, weil es keine Registrierung von Todesursachen gibt, und könnte dort von allen Indikatoren am ehesten mal stärker von der Realität abwei- chen, vor allem in den Ländern Afrikas und in Nepal. Insbesondere könnte der Wert für Togo zu niedrig sein. Näheres hier. Zum Aussagegehalt der Daten Die Daten für Deutschland sind jeweils für 2006 oder 2007 nach genauen Erhebungen. Die Daten für die Ent- wicklungsländer sind - von den demographischen Indikatoren und vom Bruttonationaleinkommen abgesehen - meistens aus früheren Jahren. Sie sind zudem meistens nur Schätzungen oder Hochrechnungen auf der Basis beschränkter Registrierungen und/oder von Stichprobenerhebungen, sind der Größenordnung nach aber im allgemeinen zutreffend. Größere Abweichungen von den Realitäten könnte es am ehesten bei den Daten zur Müttersterblichkeit in den Entwicklungsländern geben. Diese sind dort nicht einfach zu ermitteln, da Todesfälle weithin nicht registriert und die Todesursachen außerhalb von Krankenhäusern meistens nicht erfasst werden. Die Müttersterblichkeit wird für diese Länder auf der Basis der Registrierungen in Gesundheitseinrichtungen, Stadt-Land-Unterschieden in der Versorgung mit letzteren sowie Stichprobenbefragungen von Frauen nach dem etwaigen Tod von Schwestern u.a. geschätzt. Von den hier berücksichtigten Ländern könnte vor allem der Wert für Togo zu niedrig sein oder der- jenige für Benin zu hoch. In Benin ist das Gesundheitswesen wesentlich besser ausgebaut als in Togo, wie sich auch beim Anteil der Geburten mit ausgebildetem Personal in der Tabelle zeigt. Zur Müttersterblichkeit in Deutschland: Die meisten Frauen, die hier noch bei einer Geburt sterben, haben die Schwangerenvorsorge nicht hinreichend genutzt und/oder die Gesundheitseinrichtungen zu spät aufgesucht. Ein Großteil sind Ausländerinnen. Sodann gibt es eine größere Diskrepanz zwischen der Müttersterblichkeit und dem Anteil der Geburten mit ausge-bildetem Personal in Nepal. Die Müttersterblichkeit ist im Verhältnis zu dem äußerst geringen Anteilswert zu niedrig oder dieser müßte höher sein. Vor zehn Jahren wurde für Nepal noch eine doppelt so hohe Mütter- sterblichkeit angegeben, wobei der Anteil der Entbindungen mit ausgebildetem Personal mit 8 % veranschlagt wurde. Da in dem Land in der Zwischenzeit viel Entwicklungshilfe aus mehreren Ländern in den Ausbau des Gesundheitswesens investiert wurde, dürfte der nunmehr für den Anteil der Geburten mit ausgebildetem Per- sonal angegebene Wert von 11 % zu niedrig sein. Außerdem erscheint die Angabe der Zahl der Lebendgeburten pro Frau in Nepal zu niedrig. Diese wurde vor vier Jahren noch mit 4,5 angegeben und das jährliche Bevölkerungswachstum mit 2,5 %. Zwar wurde in dem Land in den letzten 10-15 Jahren viel zur Förderung der Familienplanung getan. Aber eine Minderung der Geburtenzahl um 1,2 Prozentpunkte ist in einem Land mit sehr hohen Anteilen ländlicher Bevölkerung, noch immer schlechter Versorgung mit Gesundheitseinrichtungen und Diensten der Familienplanung in nur vier Jahren kaum möglich. Tatsächlich dürfte der Wert mindestens so hoch sein wie derjenige von Paraguay und damit mindestens 3,6 Lebendgeburten pro Frau betragen. Vom Anteil der Geburten mit ausgebildeten Personal abgesehen, korrelieren die Daten - selbst unter Einschluss von Nepal - stark oder sogar vollständig mit der Abfolge der Zahl der Lebendgeburten pro Frau. Dass das Bruttonationaleinkommen pro Kopf in Burkina Faso mit seinem hohen Anteil von sehr armen Dörfern in der Sahelzone größer gewesen sein soll als in Benin und nur wenig geringer als in Togo, ist neu, dürfte auf- grund der Entwicklungen in den letzten Jahren jedoch korrekt sein. Das Wirtschaftswachstum war in Burkina Faso in den letzten Jahren höher als in den beiden anderen Ländern Westafrikas. Davon hat allerdings primär die Bevölkerung in den größeren Städten profitiert. In den Dörfern - vor allem der Sahelzone - ist die Armut immer noch sehr groß und meistens größer als in vielen Dörfern von Benin und Togo. | |||