


| Minderung der Mütter- und Kindersterblichkeit durch Vermeidung von altersspezifischen und anderen Risikoschwangerschaften |
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Die Probleme Wege
zur Lösung |
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Die
Probleme Es handelt sich vorwiegend um Geburten von sehr jungen Frauen (unter 20jährigen) Geburten von älteren Frauen (über 35jährigen) um zu dichte Geburten (weniger als zwei Jahre Abstand zur vorhergehenden Geburt) und um Geburten von Frauen mit einer größeren Kinderzahl: Ab der 5. Geburt nimmt die Blutungsneigung stark zu, und Fälle von Blutungen sind ohne eine entsprechende klinische Versorgung tödlich. Das Risiko, an Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen zu sterben, ist um so größer, je jünger die unter 20jährigen und je älter die über 35jährigen sind. Zwischen diesen Altersgruppen liegt das «ideale Gebäralter». Außerdem sterben weltweit in jedem Jahr etwa 70 000 Frauen bei den etwa 20 Millionen illegalen Schwangerschaftsabbrü-chen, die vielfach ohne medizinische Fachkenntnisse unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen durchgeführt werden. Zudem erleiden hunderttausende Frauen davon schwere Gesundheitsschäden. Die meisten dieser Frauen hatten keinen Zugang zu korrekten Informationen über Empfängnisverhütung oder Verhütungsmitteln, oder der Mann war gegen deren Anwen-dung, weil diese «alle Tage Sünde sind» (statt nur gelegentlich ein Schwangerschaftsabbruch) oder «die Frauen nicht mehr treu sind, wenn sie keine Schwangerschaft zu befürchten haben» u.a. ![]() Frauen demonstrieren in der Kleinstadt Dassa in Benin für ihr Recht auf «reproduktive Gesundheit» (Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsbetreuung und Geburtshilfe). «Lebenschancen International» hat dort dann ein entsprechendes Zentrum finanziert. (Foto: Bernard Gnantonnou) Etwa ein Viertel der Frauen sind beim Tod im Zusammenhang mit einer Geburt oder einem illegalen Schwangerschaftsabbruch unter 20, und es handelt sich im allgemeinen um die erste Schwangerschaft. Die übrigen etwa 425 000 Frauen haben je-doch meistens schon mehrere Kinder. Es wird daher geschätzt, dass in jedem Jahr etwa 1,5 bis 2 Millionen Kinder durch diese Todesfälle die Mutter verlieren. Viele dieser Kinder bleiben dann sich selbst überlassen, müssen früh arbeiten, werden oft ausge-beutet oder müssen als Straßenkinder ein menschenunwürdiges Leben fristen. |
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![]() *) ohne baltische Staaten und Moldawien. Quelle: UN: Millennium Indicators Database: World and Regional Trends, New York 2003 Zu den Daten: Werte der Industrieländer nach Todesursachen-Statistik, für die meisten Entwicklungs- länder jedoch nur Schätzwerte nach Stichprobenbefragungen, Teilregistrierungen u.a. Dabei gibt es innerhalb der Regionen auch große Unterschiede zwischen den Ländern. In den Flächenstaaten Subsahara-Afrikas liegen die Extreme bei 10 Todesfällen in Bots- wana und 200 im damaligen Bürkerkriegsland Sierra Leone. Im südlichen Zentralasien betrug der Wert in Iran und Sri Lanka nur 8 und 9, in Nepal aber 74 und in Afghanistan 190 Todesfälle. In Nordamerika, West- und Nordeuropa liegt die Müttersterblichkeit - von Estland und Lettland abgesehen - bei unter 2 pro 10.000 Lebendgeburten. Dies gilt auch für die meisten Länder Süd- und Osteuropas mit Ausnahme einiger Länder des ehemaligen Ostblocks sowie von Albanien, Bosnien, Mazedonien, Estland und Lettland. Die mei- sten davon haben eine Rate von 3-5 Todesfällen, Albanien und Estland eine von 6. Daten zu den Projektländern von Lebenschancen International sowie Deutschland hier. | |||
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zurück zur ÜbersichtWege zur Lösung Ansonsten ist freilich auch der Bau von Entbindungsstationen und deren Ausstattung zumindest mit ausgebildeten Hebammen, blutstillenden Mitteln und der Möglichkeit von Bluttransfusionen für die Minderung der Müttersterblichkeit hilfreich und in jedem Falle wünschenswert. Diese kosten jedoch weitaus mehr als eine Prävention mit Verhütungsmitteln, und eine flächendeckende Versorgung ist in den meisten Entwicklungsländern kurzfristig nicht möglich. Näheres zur Bewußtmachung der Müttersterb-lichkeit und den Schwierigkeiten einer Minderung finden Sie hier. Lebenschancen International bietet in allen Projekten entspre-chende Informationen und meistens Zugang zu Verhütungsmit-teln, zum Teil, d. h. in Nepal, Benin und im Südosten Togos, auch Schwangerenbetreuung sowie Mutter- und Kind-Gesund- heitsdienste. |
![]() Gesunde Mütter mit erwünschten Kindern, die die Familie auch ernähren kann - eines der Hauptziele von «Lebenschancen International» (Foto: H. J. Heile/gtz) |
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