Kaufen und Helfen


   
Antike Literatur
auf Schriftrollen


 



Lateinische Texte mit deutscher Übersetzung und Illustrationen, geschrieben in der Capitalis Rustica. Jeweils auf 300 Exemplare limitierte Auflage, nummeriert und handsigniert von Ulrich Harsch. Es handelt sich um Wiedergaben berühmter Stücke der römischen Literatur in Latein mit deutscher Übersetzung (u.a. von Martin Luther, Lessing und Mörike) Die Schriftrollen werden in einer Papprolle geliefert.

Die folgenden Rollen liegen vor:

Sulpicia
Die Liebesbriefe an Cerinth
Das einzige Zeugnis römischer Frauenlyrik
Länge 3 Fuß
Preis: 7 €
bestellen


Florus
Der Aufstand des Spartacus
Länge 3 Fuß
Preis: 7 €
bestellen


Martial
Epigramme
Übertragen von Lessing
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen

Catull
Carmina
Übertragen von Mörike
Länge 9 Fuß
Preis: 15 €
bestellen


Horaz
Die Fabel von der Stadtmaus und Landmaus
Übertragen von Wieland
Länge 3 Fuß
Preis: 7 €
bestellen


Plinius
Der Ausbruch des Vesuvs, 1. Brief
Bericht über den Tod Plinius des Älteren
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen


Plinius
Der Ausbruch des Vesuvs, 2. Brief
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen


Vitruv
Die drei Säulenordnungen der Antike
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen


Moretum
Ein armer Bauer fängt den Tag an
Übertragen von Voss
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen

Acta Maximiliani martyris
Märtyrerakte eines Kriegsdienstverweigerers
Länge 3 Fuß
Preis: 7 €
bestellen


Cena Apicii
Rezepte für den Küchenlateiner aus Apicius' Kochbuch
Länge 6 Fuß

Preis: 10 €
bestellen

Copa
Eine Wirtin preist vor ihrer Schenke tanzend
die Vorzüge ihres Lokals an
Länge 3 Fuß
Preis: 7 €
bestellen

Phaedrus
Fabeln
Übertragen von Martin Luther
Länge 6 Fuß
Preis: 10 €
bestellen

 

 

Besprechungen in DIE ZEIT:

Antike Literatur
auf Schriftrollen

herausgegeben von
Ulrich Harsch


Wer Bach nicht auf dem Flügel, sondern auf dem Clavicord zu hören wünscht, wer chinesische Gerichte stilecht mit Stäbchen speist, der wird antike Gedichte auch nicht im Medium des modernen Buches betrachten wollen: Er greift zur antiken Schriftrolle. Gibt es die den überhaupt? Aus der Antike kaum, aber aus der Edition Aurora. Diese produzierte in München soeben fünf verschiedene Rollen: einen römischen Fuß (das sind 30 cm) hoch, drei, sechs oder neun römische Fuß lang, beschrieben nacheinander, besser: nebeneinander mit lateinischen und deutschen Kurztexten: Horazens "Fabel von der Landmaus und Stadtmaus", die Beschreibung des Plinius vom "Ausbruch des Vesuvs", der Pompeji verschüttete, "Lieder" des Catull, die schönste und am tiefsten empfundene Frauenlyrik der Antike nächst Sappho, die "Elegien" der Sulpicia, schließlich das Schicksal des Aufrührers "Spartacus", beschrieben von Florus. Die Texte sind geschickt gewählt, die Darbietung ist glänzend gelungen: Zwar wäre eine wertvollere Papiersorte angemessen, dafür ist aber das Schriftbild bereichert um kleine belehrende oder belustigende Illustrationen. Und die elegant nachgezeichneten Buchstaben der "capitalis rustica" ergeben gut lesbare Zeilen, die den Geist der Ursprungszeit der Texte ausstrahlen: ein besonderes Lese-Erlebnis, das die Reihe der Jahrhunderte vor Augen bringt, die uns vom Reiche Roms trennt - und uns mit ihm verbindet. Man liest langsamer, nachdenklicher als gewohnt: mehrdimensional. Die ansprechenden Rollen dienen als prächtiges Präsent ebenso wie als reizvoller Wandschmuck. Aber eigentlich sollte man in ihnen lesen: eine Verfremdung durch das "Stilechte", die zu erfahren sich lohnt.
      Bernhard Kytzler

__________________

Moretum -
Das Kräutergericht.


Die Schriftrollen-Bibliothek wächst: das Äußere der nach antikem Muster nicht als quadratisches Buch, sondern als Rolle vorgelegten Reihe wie auch die besondere Art des Lese-Erlebnisses wurde hier bereits beschrieben beschränken wir uns also darauf, das jüngste Produkt zu empfehlen, das nur drei Seiten lange "Moretum", ein Kurzgedicht wohl aus augusteischer Zeit. Die idyllisch getönte Übertragung von Johann Heinrich Voss aus dem Jahr 1800 bringt die Qualitäten des knappen Textes gut zur Geltung: ein Bauer erwacht, tastet im Dunkel nach dem Herd, entzündet die Lampe, holt und mahlt Getreide, bereitet aus mancherlei Kräutern seines Gartens ein Gericht ("moretum") und geht zur Arbeit auf den Acker: Arme Alltagswelt vor zwei Jahrtausenden, realistisch beobachtet und beschrieben, doch vom Schimmer der Poesie vergoldet und in bibliophiler Form eigener Art präsentiert.
      Bernhard Kytzler